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WhatsApp im Bundestag, Teil 2

Meine Tipps für einen erfolgreichen Newsletter

· Bundestag,WhatsApp,Politik

Politische Kommunikation über WhatsApp? In diesem Artikel erfährst du, wie du erfolgreich Menschen über WhatsApp ansprechen kannst, die sich für deine Politik interessieren.

Im ersten Teil habe ich beschrieben, wie ich einen WhatsApp-Kanal für die CDU-Bundestagsabgeordnete Christina Schwarzer installiert habe und welche TOP 5-Vorgaben mir bei der Initialisierung wichtig waren. Nun geht es um das Praktische: Wie wird mit den Abonnenten konkret kommuniziert?

Wir haben uns für einen regelmäßigen Whatsapp-Newsletter entschieden, der analog zum E-Mail-Newsletter kreiert und verschickt wird. So stellt der E-Mail-Newsletter die Basis. Bei rund 800 Abonnenten hat dieser eine durchschnittliche Öffnungsrate von 40% und eine Klickrate auf Links von bis zu 25% - kein schlechter Wert, oder?

Während meine Kollegin Denise Bittner ("Head of Ausschüsse") Beiträge über aktuelle Gesetzgebungsprozesse im Bundestag sowie Christina Schwarzers Arbeit in den Ausschüssen "Familie, Senioren, Frauen und Jugend", "Digitale Agenda" sowie "Bürgerschaftliches Engagement" schreibt, kümmere ich mich um Artikel über bevorstehende Termine, Aktionen und weitere PR-relevante Ereignisse. Anschließend stelle ich alle Beiträge auf unsere Webseite und versehe sie mit einer jeweils eigenen URL. Warum das besonders wichtig ist, erfährst du weiter unten im Text.

So entsteht ein Mix aus ca. fünf bis sieben Beiträgen, die in den E-Mail-Newsletter kommen. Hier ein Beispiel aus dem Newsletter Schwarzer Brief 07/2017:

Auf dieser Grundlage schreibe ich nun den Whats-App Newsletter. Mir sind folgende Punkte wichtig:

  • verständliche, natürliche Sprache statt "Beamtendeutsch"
  • nach Möglichkeit kurze, prägnante Formulierungen statt Schachtelsätze
  • thematisch passende Emojis
  • Fett- bzw. Kursiv-Markierungen an geeigneten Stellen
  • Absätze zwischen einzelnen Meldungen
  • Ein Newsletter = eine Nachricht 
  • Keine Bilder
  • Unterdrückung der Linkhervorhebung (siehe Screenshot weiter unten im Text)
Den Entwurf formuliere ich in der "Notizen"-Funktion von Apple in der iCloud. Dadurch ist gewährleistet, dass ich von unserem WhatsApp-Smartphone (iPhone 5) sofort darauf zugreifen kann. So sieht das dann aus:
WhatsApp-Newsletter-Christina-Schwarzer-Graefe-Entwurf

Nun schicke ich den finalen Entwurf entweder direkt übers Handy oder über WhatsApp-Web an mich selbst und teste Aussehen und Funktionalität der Message (wer auf Nummer sicher gehen will, kann den Entwurf an Kollegen, Freunden oder gar dem Chef/der Chefin testen 😉)

Dabei entferne ich die Linkvorschau, die Whatsapp automatisch für den ersten Link, welches es in einer Message erkennt, erstellt. Warum? Weil ich a) will, dass die gesamte Nachricht gelesen wird und der Rezipient nicht verführt wird, sofort wegzuklicken und b) die Message ja mehrere Links enthält und es keinen Sinn ergibt, nur einen Link hervorzuheben.

Übrigens: Alle Worte zwischen zwei Sternchen werden innerhalb der WhatsApp-Nachricht Fett markiert, Worte zwischen zwei Unterstrichen werden kursiv dargestellt.

Der WhatsApp-Newsletter kann nun an die Empfänger in der Broadcast-Liste versandt werden. Das bedeutet, dass jeder Empfänger den Newsletter individuell empfängt. Daher nutze ich auch das "Du" in der Ansprache. Zur besseren Darstellung zeigt der Screenshot die Message auf dem Desktop und nicht auf dem Smartphone:

Nach dem Versand des Newsletters, schaue ich gelegentlich, welche Kontakte die Nachricht erhalten und ggf. gelesen habe - man erkennt dies an den grauen bzw. blauen Häkchen. Und hier zeigt sich auch, weshalb die URL frei gestaltbar sein muss. Stell dir vor, da würde statt www.christina-schwarzer/kochen-bei-morus-14 eine kryptische URL stehen. Abgesehen davon, dass individuell gestaltbare Webadressen zum deutlich besseren Ranking bei Suchmaschinen beitragen, sehen diese einfach besser aus.

Habe ich etwas vergessen? Hast du noch Fragen oder Anregungen? Dann schreibe mir gerne einen Kommentar oder eine E-Mail. In Teil 3 erfährst du in den kommenden Woche, welche Reaktionen wir auf unsere WhatsApp-Newsletter erhalten und wie sich noch über Whats-App kommunizieren lässt.

Fotos Christina Schwarzer: (C) Anne Hoffmann herzmenschfotografie

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